Für eine Zukunft mit Zukunft

«Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in grossem Mass von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen.»
Astrid Lindgren

Diesen Grundsatz hat sich Barbara Casanova zu Herzen genommen und zu ihrer persönlichen Lebensaufgabe gemacht. Vor knapp 40 Jahren ist die Bündnerin aus Obersaxen nach Peru ausgewandert und hat zu Beginn neun Jahre in einem Kinderheim in Cusco als Volontärin gearbeitet. Oft hatte sie erlebt, wie verzweifelte Mütter beim Kinderheim anklopften, um ihre Kinder zur Adoption freizugeben. Da wusste sie, es brauchte noch mehr Hilfe, Fürsorgeleistungen und mehr institutionelle Unterstützung, vor allem für alleinstehende Mütter.

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Damit war die Vision von Urpi Wasi geboren. 1989 gründete die Philanthropin die Stiftung Urpi Wasi, situiert in einem der ärmsten Viertel in Cusco, in der Zarzuela Alta. 1993 wurde ihr Kindergarten staatlich anerkannt. 2003 wurde ein zweites Gebäude gebaut und darin eine Primarschule eröffnet, finanziert durch Spendengelder.

Urpi Wasi ist Quechua und bedeutet auf Deutsch “Taubenhaus“. Rund 350 Kinder von der Geburt bis im Alter von 12 Jahren werden im Kinderhort, Kindergarten und in der Primarschule betreut. Nur die bedürftigsten Kinder werden von Barbaras Stiftung aufgenommen. Die Institution kann längst nicht alle Anmeldungen berücksichtigen, und so besucht ihr Team die Familien. Sie machen sich ein Bild über die soziale und wirtschaftliche Situation, weil auch die Eltern in das Programm aufgenommen werden. Das Programm von Urpi Wasi beinhaltet Erziehung, Bildung, Lebenswerte, Ernährung, Gesundheit und Hygiene. Die Mütter müssen am Alphabetisierungsprogramm teilnehmen, und Barbara Casanova besucht die Eltern zu Hause. «Es nützt nichts, den Kindern unsere Werte zu vermitteln, wenn diese zu Hause über den Haufen geworfen werden», begründet sie dieses Vorgehen.

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Gabriela, eine Schweizer Volontärin sagt:
”Urpi Wasi ist wie eine Insel strahlender, fröhlicher Kindergesichter, umgeben von Armut und Gewalt.”

Das Ziel der Stiftung ist es, dass die Kinder zu selbstbewussten, gebildeten und verantwortungsbewussten jungen Menschen heranwachsen, einen Beruf erlernen und es damit aus dem Teufelskreis der Armut schaffen. Die Erfahrung zeigt, dass 90 % der Abgänger eine vielversprechende Zukunft vor sich haben.

Wir von flowdays sind sehr berührt von diesem starken Engagement und dem Durchhaltevermögen von Barbara und ihrem Team in Urpi Wasi. Silvia Hagen (Mitgründerin von flowdays) besuchte die Schule 2015 persönlich vor Ort in Peru. Als Silvia an der Plaza Mayor del Cusco ein Taxi zu Urpi Wasi nehmen wollte, wurde klar, wie es um das Viertel steht. Vier Taxifahrer haben mit Bestimmtheit die Fahrt abgelehnt; “dieses Viertel bedienen wir nicht.” Erst als eine Touristenpolizistin einen Taxifahrer anwies, sie dahinzubringen, war es möglich,

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“Wie wichtig Bildung für ein gesundes Selbstbewusstsein und eine zukunftsfähige Entwicklung ist, wurde mir einmal mehr beim Besuch dieser Schule bewusst”, sagte Silvia. Die Kinder werden liebevoll betreut und ausgebildet. Damit erhalten sie die Grundlage, dass sie ihr Leben in die Hand nehmen und Schritt für Schritt eine bessere Zukunft gestalten können.

Wir bei flowdays sind überzeugt: Bildung ist der Schlüssel und befähigt Menschen für den Aufbau von Selbstkompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Deshalb haben wir uns entschieden, dieses Jahr Barbara und ihre Kinder mit einer Weihnachtsspende zu unterstützen. Wir teilen die Kernwerte mit Urpi Wasi und leisten einen kleinen aber feinen Teil zum Aufbau.

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Urpi Wasi wird zu 90 % von Spenden getragen. 10 % sind Beiträge von Eltern. Die Kosten für ein Kind betragen rund 60 Dollar pro Monat. Mit 700 Dollar kann man also einem Kind die Schule für ein ganzes Jahr ermöglichen und ihm damit ein sicheres, liebevolles und “zweites Zuhause” schaffen, inklusive guter Ernährung und medizinischer Versorgung. 2017 war das letzte grössere Projekt dran, die Überdachung musste saniert werden. Seither werden die Spendengelder zur Deckung der laufenden Kosten eingesetzt.

Wer das Leben in Peru hautnah erleben möchte, hat die Möglichkeit, bei Urpi Wasi als LehrerIn, KindergärtnerIn oder auch als VolontärIn zu arbeiten. Gute Spanischkenntnisse sind dafür notwendig.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Urpi Wasi:

Urpi Wasi
Jahresbericht 2017
Offene Stellen und Volontariate @ Urpi Wasi


Bisherige Engagements

2017 Wabe 3 - Bienen auf Zürich’s Dächern

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Die Honig-Biene als drittgrösstes Nutztier spielt eine entscheidende Rolle für ein intaktes Ökosystem, doch das Bienensterben ist akut, weshalb wir 2017 die Imkerei auf Zürichs Dächern Wabe 3 unterstützten. Tom Scheuer und Anna Hochreutener leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Naturvielfalt im urbanen Raum und teilen damit ihre Begeisterung für die Imkerei.

Gegenüber ländlichen Gebieten bietet die Stadt eine grössere Blütenvielfalt und höhere Lufttemperaturen. Dadurch sind Stadtbienen aktiver und profitieren von einem vielseitigen Nahrungsangebot. Dass die städtischen Pflanzen ausserdem nicht mit Pestiziden belastet sind, danken die Bienen mit einer hohen Honigproduktion. Ihre Nahrung finden die emsigen Arbeiterinnen in öffentlichen Parks und Anlagen sowie in privaten Gärten und auf Balkons und Terrassen.

2016 Pro Specia Rara Baum

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Seit 2016 sind wir glückliche Paten eines jungen Apfelbaumes von Pro Specia Rara.

Unser Bäumchen wird einmal ein stolzer Hochstammbaum und steht auf dem wunderschönen Landwirtschaftsbetrieb Archehof Neuhof in der Gemeinde Hildisrieden am Sempachersee.

Pro Specie Rara wurde 1982 gegründet, um natürliches Saatgut und die Artenvielfalt zu erhalten. Sie bewahren gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben.